Druckschrift 
Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Bildliche Darstellungen.

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Neubaue des obersten Theiles der Mauer, und also jeden-falls vor 1353 eingelugt sei. Wir dürfen unsern selbstprüfen-den Lesern die von Herrn Professor Crain auf Veranlassungder fünften Säcularfeier der Marienkirche zu Wismar in einemnicht in den Buchhandel gelangten Aufsatze, betitelt:Die Be-deulung des diesjährigen Lätaresonntages für die hiesige Marien-kirche, unterzeichnet Pr. Cr. Wismar, den 27. Februar 1853.(ohne Titelblatt, 6 Blätter 4., gedruckt Ralhsbuchdruckerei vonJ. G. W. Oestcn Wvve.) erthciltc Auskunft nicht vorenthalten.

Man findet nämlich am Fusse des Oherschiffes nicht weitvon der ersten der nach dem Innern der Kirche offenen Lukenauf der Südseite des Chores unterhalb der Bedachung des Sei-tenschiffes in einer ringsumherlaufenden Schicht auf der hohenKante eingcmaucrler, eine Art Fries bildender Steine, in einerfür die Betrachtung bequemen Höhe einen Stein, auf welchemmit einem scharfen Instrumente noch vor dem Brande, wie diedurch die Glühhitze aufgetriebenen Einschnitte zeigen, das Bildeiner Eule mit einem Spiegel in der Klaue eingegraben ist, inwelchem Bilde man das Wappen oder Zeichen des im Jahre1350 zu Mülln gestorbenen berüchtigten Till Eulcnspiegel, W'ieer noch auf seinem Grabstein zu sehen sein soll, wieder zu er-kennen nicht nur nicht umhin kann, sondern es wohl auch denk-bar ist, dass dasselbe in irgend einer näheren Beziehung zu demnärrischen Eulenspiegel selbst steht, da dieser nach dem, dievon ihm bekannten Anekdoten enthaltenden Volksbuchc auchmehrmals in Wismar sein Wesen getrieben hat. Warum konntenicht der Einfall eines Ziegelformers jenem wunderlichen Kauze,seinem Zeitgenossen, auf jenem Steine ein Denkmal haben berei-ten wollen? Oder hat vielleicht Eulenspiegel seihst dabei dieHand im Spiele gehabt? Denn dass er gern, wo er einenStreich gespielt hatte, sein Zeichen zum Andenken hinterliess,wissen wir gleichfalls aus dem Volkshuche. Es sei dem letzte-ren wie ihm wolle, wir nahmen den Stein mit zum Beweise,dass die Mauer, worin er enthalten, nicht leicht eher gebautworden, als jener Mann lebte, dass also das ganze Oherschitferst seit 1339 aufgeführt sein werde. Nun schien aber dieseAnnahme dem kürzlich entdeckten Funde eines erst in einer