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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Abhandlung über den Ulenspiegel.

gewissen Höhe über dem Steine beginnenden Neubaues zu .wi-dersprechen. Aber siehe da, bei nochmaliger näherer, währendNiederschreibung dieser Blätter angestellten Untersuchung ergabsichs glücklicher Weise, dass zwar die übrigen den angedeutetenFries bildenden Steine von der Grösse und Farbe des alten Mauer-werks sind, derjenige aber, welcher das Zeichen des Eulenspiegelträgt, nach Dimension und Colori t der Zeit und dem Brandeder Steine des oberen Neubaues angehört, und erst später hierzum Andenken des Zeitgenossen dieses Baues eingesetzt ist.

Durch die Ermittelung dieser Thalsache ward denn nichtnur der Widerspruch des Steines mit der Annahme, dass dasOberschiff von der oben bezeichneten Grenze an nebst dem Ge-wölbe ein Neubau sei, vollkommen gehoben: die Annahme wardum so l'ester gestützt. Und so werden denn die Worte desContractsbis zur Vollendung vollkommen verständlich, unddie Grundlage der Kirche, Mittelschiff und Seitenschiff, seihstdas Oberschiff bis zu der angegebenen Höhe waren vor 1339schon da, das übrige bis zum Gewölbe ward nun erst zum Ab-schluss gebracht, so dass im Jahre 1353 laut der angezogenenUrkunde bereits der Chor eingeweiht werden konnte.

Es giebt eine nicht geringe Anzahl von Denkmälern, welcheUlenspiegels Namen tragen, seihst an Orten, welche das Volks-buch mit demselben nicht verknüpft hat. Vom Grabsteine zuMölln wird in Folgendem ausführlich die Rede sein, so wieauch von demjenigen zu D a mme. Des angeblichen Lüneb urge rGrabsteines ist in unseren Erläuterungen zur letzten Historiegedacht.

Von dem Steine mit seinem Bilde zu Kneitlingen istoben S. 223 verzeichnet, was berichtet wird. Von seinem Bilde amThore zu Braun schweig hat die alte polnische UcbcrsetzungKunde gehabt. Siehe §. 2, VI. Auf dem Rolandsbilde zu Sten-dal befindet sich unter den Nebenfiguren eine, welche in un-seren Augen keine Deutung auf Ulenspiegel oder seine Schwänkezulässt, welchen aber dennoch vom Volke der Name seines gern-gesehenen lossenreissers ertheilt ist. Vergl. oben S. 258. Esist nach der Zeichnung bei Weihe a. a. 0. die auf der Rück-seite des Rolands angebrachte Gestalt eines taumelnden Musi-