Verbreitung in England.
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sen sind manche, welche mit dem Ulenspiegel auch in Hinsichtder derben, widerlichen Seiten viele Aelinliclikeit haben. Es istunter diesen hier besonders der Schwanke eines älteren Zeitge-nossen des Marner zu gedenken: des John Skelton, geborenim Jahr 1460, eines seiner Zeit vielgepriesenen, zu Oxford ge-krönten Dichters (Poet Laureat), der einige Jahre Erzieher des nach-h erigen Königes Heinrich VIH. war, für welchen er auch ein Specu-lum principis schrieb. Dieser Geistliche, welchen Erasmus vonRotterdam bezeichnet als: "unum Britannicarum literarum lumenac decus”, war durch seine Spässe bekannt, welche oft witzig, dochnicht selten schmutzig waren. Einige derselben sind gesammeltund nach seinem Tode unter dem Titel: Certain merrie tales ofSkelton, Poet Laureat, im Jahre 1567 gedruckt 1 ), auch wiederum1843 in Alexander Dyce’s Ausgabe von Skeltons Werken,mit einigen Zusätzen aus anderen Berichten. Dieser Dichter, dermit dem späteren Babelais verglichen ist, hat auch in der Bei-mischung dos Schmutzig-Gemeinen zu dem Ernsten manche Aehn-lichkeit mit Murner, der ihn in England noch gekannt haben kannoder doch von ihm gehört haben dürfte. Von Skelton wird eineähnliche Geschichte berichtet, wie von Ulenspiegel Nr. 85. Dochfinden wir selbst in den wenigen Erzählungen, welche die ge-druckte Sammlung enthält, etliche, die sich früher in anderenLändern gedruckt finden, und also vcrmuthlich viel älter und aufihn übertragen sind. So ist der Schwank, wie er durch seine Klage,dass er reinen Wein in den Altarkelch gegossen, von der Weinhänd-lerin das Geständniss erhält, dass sie längst Wasser beigemischthabe, nur eine Erweiterung des Geschichtchens bei Pauli Schimpffund Ernst (Ausgabe 1526) Nr. 357.
Zu diesen Dichtern und höher gestellten Männern, welchesich zu den uns so wenig mehr zusagenden, doch damals inEngland so sehr beliebten Possen hergaben, w 7 o nicht nur Kö-nige ihre bekannten Hofnarren hielten, sondern selbst wohlhabendePrivatpersonen, — wie dies von Thomas Morus erzählt wird, —gehört ein Freund des Dichters Chaucer, Henry Scogan,dessen guter und selbst richtiger Name über den von ihm er-
t. Register of the Stationers Company. Vol. I. p. 160.