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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
Seite
310
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310 Abhandlung über den Ulenspiegel.

An ITowleglasscTo come, to passeOn his Fathers Asse;

There never wasBy clay, nor nightA finer sight.

With leathers uprightIn his horned cap,

And crooked shape,

Much like an Ape,

With Owle on listAnd Glasse at his wrist.

Dass Ulenspiegel verwachsen dargestellt wird, ist eine ma-lerische Verschönerung des Dichters. Von der Uebertragung derSage von Ulenspiegels Grab auf den Dichter, zu dessen Unsterb-lichkeit es keiner solchen Schwänke bedurfte, s. oben die Er-läuterung zur Historie XCV.

Es lässt sich nach den Erfahrungen anderer Länder überdie Seltenheit alter Ausgaben der Volksbücher, welche erst inspäteren Zeiten, als sie meistens verschwunden waren, in grossen Bi-bliotheken eine Stätte fanden, nicht annehmen, dass keine fernerenAuflagen des Owleglasse in London gemacht seien, besonders daenglische Alterthunisforscher mit Beeilt behaupten, dass ausser-ordentlich viele Bücher dieser Art zu London hei dem grossenBrande im Jahre 1666 untergegangen sind, eine Wahrnehmung,welche um so mehr begründet erscheint, da die Verlegerder Volksbücher in den damals zerstörten Theilen der Stadtwohnten.

Eine spätere Uebersetzung hat unser bibliographisches Ver-zeichntes unter dem Jahre 1709 aufgeführt.

Wenn Ulenspiegel jedenfalls in England nicht so vielen Bei-fall fand, wie auf dem Festlande, so können wir die Ursache da-von theils darin suchen, dass eine bessere Literatur, namentlichein besseres Schauspiel sich zu Ende des sechszehnten Jahrhun-derts Einfluss verschaffte, theils in der grossen Zahl eigenerVolksbücher, welche häufig einen zu localen Charakter tragen,um diesseits des Meeres bekannt geworden zu sein. Unter die-