Verbreitung in Deutschland.
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etc. Der Österreichische Minnesänger Nithart wird sogar auf demTitel des Baches seiner Gedichte u. Historien v. J. 1566 mitdem Beinamen des anderen Eulenspiegels beehrt.
Beim nördlichen Deutschland sind noch zu erwähnen, wenngleich in der Universalsprache jener Zeit geschrieben, einigeVerse des Max. Friedrich Dedekind in seinem Grobianus sive demorum simplicitate 1549 Cap. IV. Nr. 17:
cc Fecit idem quondam vir famigeratus ubique,
Cui nomen fpeculo noctua juncta dedit.
Hunc homines cuncti laudant, mirantur, honorant;
Hunc vita et factis poffe referre Itu dent.
Illius quoque tu quantum potes indue moresEt toto in mundo poftmodo clarus eris.”
Mittlerweile hatte der Ulenspiegel im südlichen Deutschlandgrössere Verbreitung gefunden. Er ward gedruckt zu Augsburg1540 und wiederum 1541; 1543 die dritte Ausgabe zu Strass-burg; 1545 eine neue zu Frankfurt am Main; 1551 die viertezu Strassburg; 1554 die dritte zu Coin; ohne Jahr, etwa 1560,die zweite zu Frankfurt, wo nach einigen Jahren Fisch art aus-führte, was schon früher C. Scheidt aus Worms beabsichtigthatte, eine poetische deutsche Bearbeitung des Ulenspiegel.Schon vor ihm batte zu Nürnberg Hans Sachs 1 ) einige Schwänkedes Ulenspiegel zu seinen dramatischen Arbeiten benutzt, und umdiese Zeit sind auch die oben abgedruckten Meistergesänge ab-gefasst.
Gleichzeitig mit Fischart gab der Brüsseler Giles Omma(Periander) seine Uebertragung der Historien vom Ulenspiegelin lateinischen Versen zu Frankfurt heraus, gleichfalls imVerlage der Feyerabends, welche für beide Uebersetzungensich Privilegia verschafft hatten, die für deutsche Aus-
gaben des Volksbuches nicht Vorkommen, so wie anderer-seits aber auch nicht die in einigen Ländern erlassenenCensurverbote gegen das ganze Buch oder Abschnitte desselben.Auf einer durchaus ungenauen Wahrnehmung beruht auch dieBehauptung von G (irres in seiner im Uebrigen vortrefflichen
1. S. Iloflinaun von Hans Sachs S. 63.