Erläuterungen.
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S. 143. 1533. Historie XCVI.
Von den vier folgenden sehr ungeschickt, nachdem Ulenspiegelsterbend und sein Testament machend dargestellt war, hier eingeschalte-ten Historien liest man die erste hei Pauli a. a. 0. Nr. 77. Dort findetsich beim Ulenspiegel der Zusatz, dass der Teufel von unserem Helden,welcher ihm zeitig genug gekündigt, um seine Seele geprellt wird.Diese Erzählung ist jedoch schon früher nachzuweisen und zwar zuerstin der von Thomas Wright unter den Publications der PercySociety T. VIII herausgegebenen Selection of Latin Stories Nr. 77,wo sie aus dem Promptuarium Exemplorum entlehnt ist. Es wirdhier zu besserer Beglaubigung erzählt, dass der Diener, welcher denSchultheissen (Advocatus) begleitete, die Unterredung mit dem Teufelberichtet habe. Dieselbe Erzählung findet sich schon in seiner Weiseausgeschmückt bei Chaucer in den Canterbury Tales, im Frerestale V. 6957 — 7226.
S. 143. 1533. Historie XtVIi.
Der Erfurter Rédacteur, welcher diesen Schwank einschaltete,hat übersehen, dass dem Ulenspiegel bisher keine Frau gegeben wurde.Er ist aus Bebelii Facetiis 1508 fol. E ij. 1561 L. II. fol. 38 bentnommen, welcher seihst sie mit einer veränderten Einkleidung demPoggio entlehnte (Facetiae in Operibus fol. 459). Es wird hiererzählt, wie der Eremit Ansimirus, welcher viele Frauen verführthatte, zur Zeit des siebenten Herzoges von Padua, Franciscus, vorden Richter geführt, dem Gericlitsschreiher, welcher im Verhüre mitgrosser Freude die Namen jener Weiher niedergezeichnet hatte, alsdieser auf die Nennung noch anderer Namen mit Gewalt gedrungenhalte, zuletzt auch noch die Ehefrau des entsetzten, jetzt verspotte-ten Gerichtsschreibers namhaft machte.
S. 144. 1533. Historie XCVIil.
Diese Erzählung ist aus Pauli a. a. 0. Nr. 152 (139), welchersie aus Bebelii Facetiis 1508. E v. genommen hat, wo sie betiteltist : De superstitione rusticorum.
S. 144. 1533. Historie XCIX.
Auch diese Erzählung ist aus Pauli a. a. 0. Nr. 104 (98),welcher das Speculum morale als seine Quelle anführt. Das so be-nannte Werk des Vincenz von Beauvais habe ich vergeblich desfallsdurchblättert.
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