Zusätze der ältesten Ausgaben.
S. 139. Zur Historie I.
Diese Erzählung, welche hier nach Kruffters Text abgedruckL wor-den, ist in die vlämischen, französischen und englischen Ueberselzun-gen aufgenonnnen, doch fehlt sie bei Murner und in anderen deut-schen Texten, bis auf die neuesten herab. Die erste Hälfte derselbenist vom Markolf und Salomon auf Illenspiegel und den Reisenden fastwörtlich übertragen. Die folgenden Fragen sind die andere Hälfteder Erzählung im Markolf; nur die Frage nach dem Wege ist ganzneu, weshalb auch diese ganze Historie darnach betitelt ist.
S. 140. 153«. Historic LXXXIX.
Die beiden in den Erfurter Ausgaben hier folgenden RosstäuscherGeschichten sind verinulhlieh unmittelbar aus Pauli’s Schimpff undErnst entlehnt, wo sie die Nummern 112 (106) und 110 (105) bil-den. Sie hätten ihren Platz hinter der Historie LXV, wie LTenspiegelein Rosstäuscher zu Paris oder Wismar geworden, finden müssen.Krufl'ter hat nur die vorliegende aufgenommen, höchst wahrscheinlichaus einer uns unbekannten Ausgabe des Ulenspiegel, welche nach dervom Jahre 1519, doch vor der ältesten Erfurter Ausgabe veranstaltetist. Vergl. oben S. 152. Sie findet sich schon in Bebelii Face-tiis 1508 fol. R iii. 1561. L. !, fol. 9 b . mit einem schon bei Pauliweggelassenen Zusatze, dass der Verkäufer sagte, er verkaufe, weildas Pferd zu viel fresse. Der Käufer findet hernach, dass sein neuesRoss alle Nahekommenden heisst und bemerkt, dass es allerdings zuviel fresse. Dagegen ist im Ulenspiegel der Scherz hinzugefügl, dasser nicht um einen Pfenning verkaufe, sondern um 15 Gulden.
S. 140 Z. 5 und 12. kouffman ist hier, wie oben Hist.XXXVI, für Käufer zu verstehen.
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