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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
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Erläuterungen.

S. 133 Z. 1318. Kruffter hat hier blos:Die begyn facht, datlaift uch leit fyn. Ile facht: mir ift leit, daz ich fy niet getloynhain noch konde gedain. Dat yrfte is ...

Historie XCII. XCIII.

Das Testament des Ulenspicgel entspricht seinem Todesjahre, dadie Anordnung erst später üblich geworden zu sein scheint, dass derNachlass der in einem Hospital verstorbenen Siechen demselben an-heim fallen musste. Die Ordnung des Heiligen-Geist-Hauses zu LübeckV. J. 1263, (Lübecker Urkundenbuch Th. I. S. 258.) welche von an-deren benachbarten Städten, wie Kiel, angenommen wurde, enthältdarüber folgende Bestimmung:

Item si quis infirmus ad domum ueniet, ut misericorditer ibisuscepto in necessariis, sicut consuetudo habet, prouideatur, in primoDeo et presbytero ipsius domus sub stola reatum suum confiteaturet de consilio ipsius penitencie formam suscipiat, res suas, si quas deconsciencia et sub testimonio fratrum magistro committet, easdem,si uoluerit, recepturus; si minus, pro remedio anime sue domuiad usus pauperum remanebunt.

Schon nach diesen Anordnungen konnte also bei Lebzeiten vondem kinderlosen Siechen über sein Vermögen, jedenfalls mit Geneh-migung des Rallies, von welchem alle Testamente in Städten aufge-setzt wurden, verfügt werden. Freilich enthalten die lelztwilligenVerfügungen jener Zeit gewöhnlich eine Anzahl kleinerer Legate anverschiedene nahe und fernere Klöster, Kirchen und milde Stiftun-gen, doch kommen solche einfache Anordnungen auch vor. Unge-wöhnlicher könnte das Drittel an den Rath erscheinen; doch kamdiesem schon wenigstens ein Zehntel von dem erblosen Gute oderdem des Fremden zu, wenn nicht ein grösserer Anlheil ; andererseitswaren die Heiligen-Geist-Hospitäler städtische Anstalten, welche unterdem Rathe standen, und musste also durch jenes Vcrmächtniss derbillige Anspruch des Hospitales befriedigt erscheinen. Sehr grossaber ist das Vermächtniss an den Pfarrer, welcher nur für die Ge-staltung des Begräbnisses in geweihter Erde zu entschädigen war,so fern wir nicht an Seelenmessen für den frommen Ulenspiegel den-ken oder die Verlheilung des Geldes an die Armen des Kirchspielesvoraussetzen wollen.

Historie XCIV.

Die Heiligen-Geist-Hospitäler besassen in grösseren Städten häufigeigene Friedhöfe, wie wir es von Hamburg durch Urkunden v. J.1288 96 wissen. (Hamburger Urkundenbuch Th. I. Nr. 835, 836,