Erläuterungen.
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Historie LXVIV.
Auch hier bemerken wir des Verfassers Kenntniss der Localilät,da der Hopfenmarkt allerdings ein alter Markt Hamburgs ist, wel-cher schon 1353 urkundlich nachzuweisen ist.
Historie tVXV.
Ulenspiegel erscheint hier als ein Cavalier, welcher einen Hofoder doch ein Hoffest besuchen will. Der Gaukler suchte stets dieGesellschaft hoher Herren: der Könige von Polen und von Dänemark,der Erzbischöfe von Magdeburg, Trier und Bremen, der Herzoge vonBraunschweig, des Landgrafen von Hessen, des Grafen von Anhalt,früher anscheinend Dienste suchend, später als Fossenreisser. Esekelt ihn hier vor dem widerlichen Anblick der verschnupften Frauund die Besorgniss, dass die Molken verunreinigt werden konnten,treibt ihn schon vorher weg in ein anderes Haus. Die letzten Worteunserer Erzählung: “vnd beforgt, der fchmtdel fiel in die molken,”fehlt in den Erfurter und folgenden Ausgaben, wodurch Simrock zueiner mit unserem Texte nicht übereinstimmenden Ergänzung verleitetist: “Als es nun nicht fo fiel, wie er gewünfeht halte, ging er” &c.
Historie LXXYI.
Hier finden wir Ulenspiegel mehr in seinem hergebrachten Cha-rakter, doch gerade entgegengesetzt von demjenigen in der nächstvorhergehenden Geschichte.
“Dasz dich nymmer g fits en gee.” J. Agricola Sprich-wörter Nr. G26 bemerkt, dass dieser gräuliche Fluch sonderlich derWeiber Fluch sei, was hier und unten in Historie LXXXII. seine Be-stätigung findet. Doch haben wir ihn auch oben im Munde des Hil-desheimer Kaufmanns wahrgenommen : Hist. LXIV.
“Und wüschet den mund vnd gieng hinweg.” Diese sprich-wörtliche Redensart wird in J. AgricoJa’s Sprichwörtern wohl nichtganz richtig erläutert: “er Ihut es und läugnet es,” unter Verglei-chung des Sprichwortes Salomonis Cap. XXX. v. 20 : “Also ist derWeg der Ehebrecherin, welche verschlinget, vnd wischet ihr Maulund spricht: Ich habe kein Uebels gelhan.”
Historie LXXVII.
Zu Anfänge dieser Erzählung ist ein Schreib- oder Druckfehlerin den älteren Ausgaben zu berichtigen. Der reiche Mann wohntenämlich, wie das Folgende ergiebt, nicht in der Herberg, da er inwas, sondern bei, neben derselben.
IS*