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Erläuterungen.
richtig sein könne, weil seit Papst Clemens V. siebenzig Jahre hin-durch der päpstliche Silz nach Avignon verlegt war. Dagegen' istvon Flögel angeführt, dass der Gegenpapst Nicolaus V. zur Zeitdes Papstes Johann XXI. und des Kaisers Ludwig von ßaiern, vomJahre 1328 bis 1330 zu Rom residirle 1 ) und Ulenspiegel denselbenalso dort gesehen haben könne. Diese Erklärung möchten wir aller-dings lieber annehmen, als die VermuLhung gellend machen, dass dieSage die Stadt Avignon, an welche die römische Geistlichkeit, wegender sog. babylonischen Gefangenschaft ohnehin nicht gern erinnerte,mit Rom verwechselt habe.
Historic XXXV.
Diese Historie scheint von einem dem Gonella bereits zugesehrie-benen Schwanke ausgegangen, welchen Poggio in den Facetiis (Opp.pag. 404) nach einem vorangehenden ähnlichen, von demselben zuFerrara verübten Streiche in folgenden Worten berichtet : “Alteri quo-que, ul diuinalor lierel, optanti unica, inquit (sc. , pillóla le
diuimun reddam. Assenlienti pillulam ex stercore confectam in os’ praebuit. Ille prae foc tore uomitans, stercus, inquit, sapit quod de-disti. Tum Gonella verum illum diuiuasse aflirmauiL et precium di-uinationis poposcit.”
Der unserigen näher stehend ist dic Erzählung in den Facetiisdes II. Rebel a. a. ü. Lilt. E iii., wo mittelst der Prophetenbeereein Jude auf der Frankfurter Messe durch einen Verschwender, wel-cher nach Vergeudung des väterlichen Gutes zu Relrügereien die Zu-llucht nimmt, getäuscht wird. Dieser beabsichtigt sich zu bereicherndadurch, dass er an grosse Schätze während des Genusses der an-geblichen Deere denkt, deren Traum ihm eine Wahrheit werden soll.Da er aber hernach erfährt, dass nun wahr wird, was er währenddes Zerkauens derselben mit Widerwillen denken musste, so weigerter die Zahlung, zu welcher jedoch der Richter ihn verpflichtet, weildie Redingung des Wahrsagens erfüllt sei. Man wird eingestehen,dass Murner diese rahulislisehe und vielfach widerliche Erzählung mitvieler Laune gewürzt hat.
Die Erwähnung des Römers zu Frankluri ist schon in demErfurter Texte weggeblieben.
Der älteste Rabbi, genannt Alpha. Eben so KrulTler, währendim Erfurter Texte der Name ganz fehlt. Der Anlwerpener Text hatAkipha, was eine Entstellung von Kaiphas zu sein scheint.
Go he, mlul. gouch, jüdischer Ausdruck für den Christen, wel-
1. Seiner wird selten gedacht. S. jedoch Platina Vite degli pnntiliciRomani. T. I. p. 357.