Erllui; ciungen.
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Wenn inan die Zusammenstellung der beiden Erzählungen indiesem selbigen Abschnitte beachtet, wie Ulenspiegel der Wirlhin alssein bewerbe angiebl, die Wahrheit zu sagen, und ihr sogar eine un-angenehme Wahrheit sagt und hernach seine Kunst rühmt , allePelze zu waschen , so müssen wir hier ein von Murner nichtdeutlich genug angegebenes Spielen mit der sprichwörtlichen Redens-art suchen: jemandem den Pelz waschen, für bittere Wahrheiten sagen.Vielleicht hat der süddeutsche Erzähler diese Eulenspiegelei über-sehen, so wie die allen Sangerhäuserinnen sich damit anführen liessen.
Historie XXXI.
Wir linden hier die lelzle der im Ulenspicgel aus dem PfaffenAmis V. 3 r> l—490 entlehnten Erzählungen. Da der Verfasser Lo-calilülen mul Eingehungen zu verändern gewöhnlich so sehr lieht, auchhier die Geschichte in das übel besprochene Land Pommern verlegthat, so ist es auch aullallend, dass er denselben Heiligen, den sco-lischen Abi, St. II ran dan, dessen Name gemissbrauchl wird, bei-hehallen hui. Vermulhlich ist dieses geschehen, weil jener Heiligedurch die ihm zugeschriebenen fabelhaften Meerfahrten, von denen dieältesten gedruckten Volksbücher berichten, auch in Deutschland gros-sen ltuf erlangt hatte. Durch des Murner eigene Verweisung aufseine Quelle würde schon die Vergleichung mit des Boceado Decame-rone VI, 10, wenn man diesen auch als den Zeitgenossen des Uleu-spiegel gellend macht, überflüssig, wenn die letztere Erzählung nichtohnehin nur entfernt der vorliegenden gliche.
S. 4 9 Z. 7 ii. 6 V. u. : “vnd liel'z in ynfafzen.” KrufTter undM. Sachs haben hinzugesetzt: liel'z dal. (den) in filuer fafseo: Ein
Zusatz, welcher wenigstens nicht auf dem Pfallen Amis hissen kann.
S. 43 Z. G. Der Ausfall gegen die Priester in Pommern kannim Jahre 1519 nicht auf llugenhagcn und die nene lutherische Sectebezogen werden. Es ist aber irrig bemerkt von G ervi nu s GeschichteDeutscher Dichtung Th. II. S. 297, dass Krull'tcrs Ausgabe vor derReformation erschienen sei, weil sie Stellen von llciliglhümern, Sticheauf die böhmischen Ketzer u. dergl. enthalte, welche in den ober-deutschen Ausgaben 1519, 1532 llgd. ausgemerzt seien. Diese Be-merkung ist für die Slrassbtirger Ausgabe unerweislich, auf die Er-furter nur theilweise anwendbar.
S. 43 Z. 3 v. u. : “macht fich Vlenfpiegel hin vnd Pfarrer, daser wolt predigen.” Krufl'ler hat: “m. f. V. hyn zom paftoir vnd ge-warl mit jm, dal he jn liel'z predigen.” Die Erfurter: “m. f. V. zudem planner, hat yhn das er predigen vnd . .. verkündigen wolt.
S. 44 Z. 4: “Vnd fagl elwaz von der allen ee, vnd zocli dienüwe ee darein.” Fast wörtlich V. 352 u. 363 a. a. 0.