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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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245
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Erläuterungen. '245

Setzung der Institutionen des Kaisers Justinianus beschäftigte, dieserName nähergelegen haben.

Die Einführung der Thor in oder Geckin (Kruffter), welcheden gesunden Verstand zu vertreten hat, ist uns dadurch interessant,dass Frauen als Hofnarren hei Fürstinnen seilen Vorkommen. DasBeispiel einer solchen hei einer Herzogin von Sachsen-Weissenfelswird jedoch noch im Jahre 1722 angeführt von Flügel a. a. 0.S. 293.

Die Form Markburg für Marburg ist durchaus ungewöhnlichund dürfte wohl nur auf einem Schreibfehler beruhen, eben so wiefür diesen Ort der Name Marterburg in den Ann. Elwangens. ad a.1233. apud Perlz Mon. bist. Germ. T. X.

Historie XXVIII.

Die Grundlage der Erzählung von den Fragen, welche Ulenspie-gel auf der Universität zu Prag bestand, findet sich im PfaffenAmis V. 93 180, wo dieser vom Bisehofe examinirt wird. Jene Nei-gung der Scholastiker, mit den unergründlichsten und unnützesten Fra-gen sieh zu beschäftigen, hat zu vielen Zeiten Vorgänger und fast immerNachfolger gefunden; und der Spott des gesunden Menschenverstandesüber jene gleichfalls seine Freunde. Die fünf Fragen und im We-sentlichen die Antworten in beiden Erzählungen durften daher fastwörtlich und also auffallend mehr als in den anderen Fällen ähn-licher Nachahmungen ühereinslhnmen. Eine der ersten AnLwort ähn-liche erlheille, angeblich schon vom Aesop belehrt, Xanthus auf dieFrage eines Gastes, dass er das Meer auslrinken werde, sobald dieFlüsse alle verstopft sein würden. Vergl. die Vita Aesopi durch Maxi-mus Planudos, dessen Quelle jedoch, da jene etwa ums Jahr 1325geschrieben wurde, hier schon der Pfad Amis gewesen sein könnte.

Das Motiv dieser Erzählung ist bekanntlich häufig benutzt; wirlinden es namentlich in der allenglisehcn Ballade vom Könige Johannund dem Erzbischöfe von Canterbury, (in Percys Relics T. III. p.14G) welche Bürgers Ballade:der Kaiser und der Abt veranlasst hat.

Wenn hier des Wickliff und Joh. von lluss gedacht wird,zu der Zeit des 1350 verstorbenen Ulenspiegel, so dürfen diese Ana-chronismen, wie in den anderen eingeschalteten und auf Ulenspiegelübertragenen Erzählungen, jedenfalls nur dem Ueberarbeiter zur Lastgelegt werden. Doch könnte hier eine Uebereilung des Schreibersoder Druckers darin gefunden werden, dass in den Worten:Zu derzeit wollten dafelbsl noch gute Christen, zft der zeit als W . . . diekelzerci in Bohemen thele, vor dem letzten Worte die Worte:nochnicht, ausgefallen wäre, wodurch dann der ganze, nur in die älteste