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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Erläuterungen.

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merkungen dazu gedacliten Holzschnittes vorbereitet. Doch gefiel esdem Verfasser, eilten andern Schwank in Hist. XVI. folgen zu lassen,in welcher der Held gleichfalls den Arzt spielt, so wie die von demVerfasser unseres Textes erst aus dem Pfaffen Amis herüber genom-mene Erzählung. Er dachte nicht einmal daran, die Spuren der frü-heren Reihefolge durch Streichung der Worte von dem belhörlenDoctor zn verwischen, und sind die späteren Ausgaben ihm eben sogedankenlos gefolgt.

S. 24 Z. 4: Trew gibt Rrol. Dieses Sprichwort scheinthier vorangestellt wie eine Erinnerung des Erzählers, gegen das vonVienspiegel angeführte:Wer Brot hat dem gibt man Rrol, welchesauch ihn im Stiche liess.

Z. 7: Der Dom zu Ilalberstadt ist dem li. Stephanus ge-weiht.

Z. 17 : P f e n n i n g s e c k e 1 aus S a u 1 e d c r soll solche Geldbeutelbezeichnen, aus welchen das Geld bald schwindet, wie hier durch dieFerkel Ulenspiegels Brot.

Historie XIX.

Die Decker spielen im Ulenspiegel gar häufig mit, vom reichenBrolbecker zu Stasfurt (Hist. VI.) an. In dem gelrcidereiehen Sach-sen bildete sich der Luxus des Brotes und des Bieres immer mehraus, doch nur der Becker als Handwerk, während die Brauer stetsfrei, nur an polizeiliche Aufsicht oder gelegentlich an zunft-zwangslose Gesellschaften gebunden waren. Die ältesten Privilegienfür Handwerker in den sächsischen Städten pflegen diejenigen fürBecker zu sein. Schon 1230 wurden alle Privilegien der Beckerund Schuster zu Ilalberstadt bestätigt, s. Niemann Geschichte vonIlalberstadt. Th. 1. S. 338.

Der Becker Stube zu Braunschweig ist deren Herberge, oderwie der älteste Cölner Druck hat: der Becker Gaffel.

S. 25 Z. 27: Die Herberge zum Wilden Manne, welcher imSchildhaller das Braunschweiger Wappen ist, wird in jener Stadt nichtgefehlt haben. In ihr mag Murner die Historien vom Ulenspiegel auf-gesammelt haben.

S. 26 Z. 1: Der heilige Nicolaus hatte keine eigentlicheKirche, sondern nur eine Gapelle zu Braunschweig, in der Oldenwykan dem Damme, zu St. Egidien incorporirt. Da am St. Nicolaitagezu Braunschweig, wie in vielen anderen Städten, das Fest der Schul-kinder begangen ward, so war dieser Tag für den Verkauf der neuenBackwerke besonders geeignet, so wie jene Gapelle, wohin die Jugendsich verfügte. Es war der in der Historie I. erwähnte Aht Arnold