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Erläuterungen.
Der nicht sehr passende Spott über die angebliche dreimaligeWiederholung der Taufe scheint unserem Volkshuche eigenthümlichzu sein. Doch lässt sich an die doppelte Taufe der Normannen er-innern, um wiederum neue Kleider der Proselyten zu erhalten ; so wiedaran, dass eine solche Posse gefallen mochte, als die Wiedertäuferanfingen Aufmerksamkeit zu erregen.
Diese erste Historie ist in allen folgenden Ausgaben, besondersin Bezug auf die uns so interessanten historischen und localen Be-ziehungen sehr abgekürzt und entstellt. Seihst der Vortrag ist mehrverändert, als es hei den späteren Erzählungen der Fall zu sein pflegt.Die Erfurter Ausgaben haben: “da die alten Miitterlein sich bettenals yn fommerzeit, an der weiten reifs erhitzt und darüber mit Tau-benlrinken mildiglichen erküelt”. Das Taub en tri nk en giebt Sim-rock wieder durch Tauflrinkeu. Richtiger scheint mir es zu erklä-ren durch: betäubendes Trinken, wie hei Oswald v. WolkensleiuGedichte XXIII. 5 V. 8 : “die fich plos in taubem tranck erhitzen”.Hernach wird auf den Doppelläufiing passend das Sprichwort ange-wandt, dass Unkraut nicht bald verdirbt, doch am Schlüsse wenigerangemessen hinzugefügt, namentlich nur um dem Scherze eine ur-sprünglich nicht beabsichtigte Deutung unterzulegen, dass die drei-malige Taufe das erste Zeichen des grossen Unfalls geworden, wel-chen Till in seinem ganzen Lehen zu gewärtigen hätte. Die ältesteFrankfurter Ausgabe nimmt eine gar ernsthafte Miene an, wenn sicder Erfurter hier noch hinzul'ügl: “Denn vnlrew leidlich auch elwanfein eigen Hern”. S. von diesem Sprichworte Job. Agricola deutscheSprichwörter. 1528. Nr. 19 u. 20.
Historie II.
Die Posse, welche hier dem ausgelassenen Kinde beigelegt wird,erzählt schon Morlini als den tollen Streich eines Prädicanten, inNr. 44: De monacho, qui in suo sermone auditores plorare seriosatque ridere fecit, und letzteres in derselben Weise bewirkt, wie hier derKnabe. 1 ) Ein ähnlicher Schwank wird auch dem englischen llausgcistellohin Goodfellow beigelegt, welcher, sechs Jahre alt, durch seineSchelmenstreiche die Beschwerden aller Nachbarn erregte, so dass dieMutter, wenn sie ausging oder ritt, ihn stets mit sich nahm. “Butthis helped little or nothing, for if bee rid before her, then wouldhe make moulhes and ill-favoured faces at those hee met: if he ridbehind her, then would hee clap his hand or his tayle; so that hismother w’as weary of the many complaints, that came against him,
1. S. Felix Liebre chi Uebersetzung von Dunlop’s Geschichte derProsadichtungen S. 495.