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Erläuterungen.
Herren von Hetze könnten verpfändet Imiten. Herwig von Uetzewar der Raubritter, welcher 1425 auf Ampleve hauste und die Kauf—lente auf der kaiserlichen Strasse ausplümlerle, als die Braunschwei-ger mit Hülfe ihrer Freunde der Burg sich bemächtigten und denBurgherren gefangen nahmen, welcher auf die Versicherung der Wie-derstellung entlassen, bald wieder den Landfrieden brach. 1438 Mai22 bestieg er hei nächtlicher Weile die Harzburg, welche HerzogHeinrich von Braunschweig ilnn jedoch in derselben Woche wiederahnahm.') Noch im Jahre 1426 schloss die Stadl Braunschweig einenVertrag wegen des Schlosses Ampleve mit Herzog Ilerndt, dessenNachfolger Herzog Heinrich im J. 1433 dasselbe mit dessen Zuhc-hörungen und allen Rechten, weltlichen und geistlichen, dem Rathejener Stadl für 1200 Gulden käuflich überhess. 1 2 ) Heinrich vonUetze üherliess auch 1441 alle seine Ansprüche auf das Dorf Amp-lcve an den Rath zu Braunschweig, welcher seinerseits ihm und denBrüdern 1454 ein Haus in der Stadt üherliess. Obgleich die Herrenvon Uetze, welche Braunschweigische Erbkämmerer waren, fortwäh-rend Ansprüche auf jenes Besilzthum erneuerten, verblieb es dochder Stadt, bis im Jahre 1671 die Herzoge von Braunschweig unterher Verheissung von den Einkünften der Sladtgüter die Schulden der-selben zu tilgen und sodann jene zurückzugehen, sich auch jenesGutes bemächtigten. Doch die meisten Stadtgüter wussten die Mit-glieder der deshalb ernannten Schuldentilguugs- Commission sichanzueignen. Amliehen erhielt ein Ilofrath Bötticher, welcher 1714ein Adelsdiplom sich verschallte, und dessen letzter Nachkomme jetztin Ungam umherirren soll, während alle anderen Familien, welche 1671jene Braunschweigischen Sladtgüter erhielten, bereits unlergegangensind. Amtlehen besitzt gegenwärtig Herr Amlsralh Wahnschaffe.
Die Strassburger Ausgabe v. J. 1519, deren Vorrede die Ab-fassung der Schrift in das Jahr 1500 setzt, fügt die in allen übrigenvorhandenen Recensionen fehlende Bemerkung hinzu, dass die Kircheund das Dorf Ampleve nunmehr der würdige Arnolf Pfaffcn-meyer, Abt zu Sunten, besitze. Man sieht, dass hei Sunten, Sand,der Name des Klosters weggefallen ist, nämlich Dien, wie das KlosterSt. Aegidii in Niedersächsicher Volkssprache lautet. Ums Jahr 1500,in dem unser Verfasser geschrieben haben will, lebte jener Aht ArnoldPapenmeier, eines Bürgers Sohn aus der Stadt Braunschweig undzwar der Allwick. Derselbe scheint schon 1478 dem verstorbenenAhle Johann Goltern gefolgt zu sein. Doch wüsste ich ihn nicht vor1499 liachzuweisen. Er erscheint in Urkunden, 1506 und 1510
1. Itotlie Chronik, hei Leihnit. T. III. p. 400. Abels Chronik. S. 213.Chronic. Magdeburg, bei Struve Archiv V. p. I. Delius Geschichte der llarz-burg S. 227. 2. Lünig Reichs-Archiv. Pars specialis. Contin. II. Fort-
setzung S. 257.