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Ausgabe von 1538.
lierai) sich beschrieben findet. Soll zu diesen Gründen nochhinzugefügt werden, dass die Ausgabe v. J. 1519 die Abfassungdes Werkes erst ins Jahr 1500, also später als jene handschrift-liche Angabe eines unnachweisbaren Druckes setzt? Es ist nichtzu bezweifeln, dass der Schreiber die Lücken in dem gedrucktenTexte aus seiner Kenntniss des Grabsteines zu Mülln ergänzte,und möchte der Verdacht sogar nicht unbegründet erscheinen,dass er jene absichtlich veranlasst habe, um seinem Exemplare,vielleicht auch dadurch dem Grabstein zu Mölln den Werth eineshöheren Alters zu verleihen.
7.
1538 .
Von Vlenfpiegel eins bau- | ren fon des lands Braun-fchweick, wie | er fein leben volbracht hat, gar mit feltzamcnfachen.
Am Ende: Gedruckt zu Erffurdt durch Melchior | Sachffeninn I der Arche ¡ Noe. ; M. D. XXXVIII.
Die Holzschnitte auf dem Titelblatte, so wie in dem ganzenWerke, dessen Bogenzahl und Inhalt stimmen genau mit dem Er-furter Drucke v. J. 1532 überein, selbst im Fehlen der Nummer43 und Wiederholung der Nr. 93. Man müsste die Drucke füridentisch halten, wenn nicht kleine orthographische Verschieden-heiten bemerkbar wären und nicht zu der Bezifferung der Histo-rien andere grosse Buchstaben gewählt wären, hei der zwölftendiese Zahl nicht durch XII wiedergegeben und bei den folgen-den, wo 1532 auch Ziffern gebraucht, hier gothische, 1538 aberrömische Ziffern sich fänden. Auch hier hören, wie 1532 mitder achten Historie, die grossen Initialen auf, wenn diese gleichvon einander abweichend gezeichnet sind.
Ein Exemplar dieser Ausgabe besitzt die königliche Bibliothekzu Berlin, ein anderes sehr gut erhaltenes hatte Herr von Meu-sebach. Ein Exemplar besass Professor Job. Adolph Nasser,welcher in seinen Vorlesungen über die Geschichte der deutschenPoesie Th. I S. 213 flgd. daraus die Erzählungen XIIII und XVIIhat abdruckcn lassen.