XVII
nochmals zum zwecke der eintragung der Varianten in meineabschrift der Heubacher handschrift nach Prag geschickt. DieVarianten der Wolfenbüttler handschrift habe ich nach einerschönen, höchst sorgfältigen abschrift, die mir herr professorJ. Zacher gütigst zur Verfügung stellte, in aller bequemlich-keit eintragen können (ich hatte mir aus der handschrift selbstnur die heimelichkeit abgeschrieben), die Stuttgarter und Baslerhandschrift endlich habe ich im jahre 1879 auf der königli-chen bibliothek in Berlin collationiert. Ich muss nun hierauch öffentlich meinen dank aussprechen den Vorständen derbibliotheken, die in so gefälliger weise mir die benutzung derhandschriften ermöglichten, sowie den herren, die mir die ab-schriften überliessen; der gröste dank gebührt herrn professorMartin, meinem hochverehrten lehrer und freunde, ohne dessenausgiebige hilfe mir schon die beschatfung des handschriften-materiales ganz unmöglich gewesen wäre. Möchte nur dasbuch jetzt nicht allzu weit hinter den erwartungen zurück-stehen ! Dass die aufmerksamkeit während des widerholtencollationierens eines so umfangreichen gedichtes nicht überallgleich geblieben, ist wohl begreiflich und kleine irrthümer wirdman vielleicht entschuldigen. Während meiner arbeiten für diefeststellung des textes lag die hauptschwierigkeit für mich da-rin', dass ich nur selten einige wochen ununterbrochen mitdem werke mich beschäftigen konnte, was man dem buchewohl auch anmerken wird.
Im allgemeinen war dem herausgeber das verhalten genauvorgeschrieben. Da nur a direct auf das original zurückgeht,alle andern handschriften durch ein medium gegangen sind, wobeisie auslassungen und interpolationen erfuhren und ein umschrei-ben in fremde mundart sicher ist, so muss er sich möglichst engan a halten. Erst wenn alle von C abhängigen handschriftenübereinstimmen, wiegen sie a auf, ja erst alle übrigen hand-schriften zusammen, B + C, wiegen a auf.
Denn wunderbarer weise gehen B und C gemeinsam widererst von einer abschrift des Originals aus , das beweist dieinterpolation nach 1764 H, nach 1762 C. Dass die zwanzigverse, die a nicht überliefert, an verschiedener stelle eingefügtsind, beweist die unechtheit; sie sind wohl an den rand eines
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