Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
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Fanny gehorchte, aber mit minder bereitwilligerFreude als gewöhnlich. Sie machten ihren Spaziergangdurch Wege) über welchen in der kühlen Luft noch dieBlätter des gelben Herbstes hingen.

Fanny brach zuerst das Schweigen.

Wißt Ihr," sagte ste schüchtern,daß die Leute hiermich für sehr einfältig halten? seyd auch Zhr dieser Mei-nung?"

Vaudemont war betroffen über die Unbefangenheitdieser Frage und besann sich. Fanny schaute ihm ängstlichund forschend in sein dunkles Angesicht.

Nun," sagte sie,Ihr antwortet nicht."

Meine liebe Fanny, es gibt Dinge, in welchen ichEuch minder kindisch, und vielleicht minder bezauberndwünschen möchte. Die seltsamen Bruchstücke von Liedernzum Beispiel-"

Was! Habt Ihr es nicht gern, wenn ich singe?ES ist meine Art zu sprechen."

Za, singt immer, Holde! Aber singt Etwas, daswir verstehen können singt die Lieder, die ich Euchgegeben habe, wenn Ihr wollt. Und jetzt, darf ich fragen,warum Ihr diese Frage an mich gethan?"

Ich Hab' es vergessen," sagte Fanny, abwesend vorsich hinstarrend.

Und in diesem Augenblick, als Philipp Baudemontsich über die ausnehmende Anmuth dieses jugendlichenGesichts hinbeugte, durchzuckte ein plötzlicher Schauer