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neuer Freund innig mit ihr sympathisirte; denn auch er er-innerte sich, daß er mit seinem ersten Gold den bescheidnenGrabstein erkauft hatte, der noch das Gedächtniß seinerMutter auf Erden erhielt.
Mittlerweile verstrichen die Tage, und keine neueGewaltthat bedrohte Fanny. Daudemont erfuhr ganz all-mälig — denn Fannys Bericht war sehr verwirrt — dieeigentliche Beschaffenheit der Gefahr, in die sie gerathen.
Es schien sich so zu verhalten, daß eines TageS Fanny,durch das schöne Wetter auf die Straße gelockt, welche ausder Vorstadt weiter ins Land führte, von einem Gentle-man in einem Wagen war angehalten worden, der sie,wie sie sagte, sehr freundlich anredete; nach einigen Fra-gen, die sie mit ihrer gewöhnlichem, arglosen Unschuldbeantwortete, ihre Beschäftigung erfuhr, darauf bestand,einige Arbeiten, die sie eben in ihrem Körbchen hatte, ihrabzukausen, und ihr eine beständige Abnahme Unterweltbessern Bedingungen zu verschaffen versprach, als sie bishergehabt, wenn sie in dem Hause einer MrS. West, etwa eineMeile von der Vorstadt London zu, ansragen wolle. Diesversprach sie zu thün, und that es auch nach der Adresse,die er ihr gab. Sie ward zu einer Frau geführt, dieweit auffallender geputzt war, als Fanny je zuvor eineDame gesehen hatte — der Gentleman war auch anwesend— Beide überhäuften sie mit Complimenten, und kauftenihre Arbeiten zu einem Preise, der alle Hoffnungen desarmen Mädchens, den Grabstein für William Gawtreybetreffend, verwirklichen zu wollen schien — als ob sein