Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
Seite
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Vater! auch er war verloren, wie Ihr! Kann er nichtauch wie Ihr zurückkommen?"

Grämst Du Dich also immer noch um ihn? ArmesMädchen!" sagte der Fremde ausweichend und setzte sich.Fanny erwartete noch immer eine Antwort auf ihre rüh-rende Frage; aber als sie sah, daß keine erfolgte, schlich siesich in eine Ecke des Zimmers, lehnte ihr Gesicht an ihreHände und schien nachzudenken bis endlich, wie sie soda saß, die Thränen ihr die Wangen herunter zu rieselnbegannen, und sie, jedoch still und unbemerkt weinte.

AberSir," sagte der Gast nach einer kurzen Panse,was ist denn dies? Fanny sagt mir, sie ernähre Euch mitihrer Arbeit. Seyd Ihr denn so arm? Ließ ich Euch jadoch Eures Sohns Vermächiniß da; und auch von Euchhatte ich gehört, Ihr seyet, wenn schon nicht reich, dochnicht dürftig."

Es ruhte ein Fluch auf meinem Gold," sagte derAlte finster.Es ward uns gestohlen."

Wieder trat eine Pause ein; Simon unterbrach sie.

Und Ihr, junger Mann wie ist es Euch ergan-gen? Gut und glücklich, hoffe ich?"

Ich bin, wie ich Zahre lang schon war allein inder Welt, ohne Verwandte und Freunde. Aber, Gott seyDank, ich bin kein Bettler!"

Keine Verwandte und Freunde!" wiederholte derAlte.Keinen Vater keinen Bruder kein Weibkeine Schwester!"

Nichts! Niemand, der sich kümmert, ob ich lebe