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„Aber dennoch," fuhr Lord Lilburne fort, „dennochist cs ja so wohl möglich, daß Euer alter Vikomte einenSohn hatte; und ich begreife so ganz, warum er wünschte,so lang als möglich der Verlegenheit mit demselben über-hoben zu sehn, daß ich nicht begreife, warum man Zweifelhegte gegen des jüngern Vaudemonts Abstammung."
„Weil," antwortete der Franzose, welcher die Erzäh-lung begonnen hatte, „weil der junge Mann es ablehnte,die gesetzlichen Schritte zu thun, um seine Geburt bekanntzn machen und sich als Franzose naturalistren zu lasten;weil er, sobald Madame de Merville todt war, den Vaterverließ, den er so kurz erst entdeckt hatte — Frankreichverließ, und mit einigen andern Offizieren unter dem tapfernin die Dienste eines der eingebornen Fürsten von In-dien trat."
„Abervielleicht war er arm," bemerkte Lord Lilburne.„Ein Vater ist etwas ganz Gutes und Schönes, und einVaterland auch, aber ein Mann muß doch Geld haben;und wenn der Vater nicht viel für Einen thut, so folgt dasLand gewöhnlich dem Beispiele."
„Mein Lord," sagte Liancourt, „mein Freund hierhat vergessen zu erzählen, daß Madame de Merville demjungen Vaudemont die Maste ihres Vemögens hinterlicß,und daß dieser, als er fich einigermaßen aus der dumpfenBetäubung seines Schmerzes aufgerafft, ihre Verwandtenum sich versammelte, erklärte, ihr Andenken sey ihm zutheuer, als daß Reichthum ihn über ihren Verlust zu trö-sten vermöge, sich nur eine bescheidne, für die gewöhnlichen