Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
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unsere Erzählung wieder beginnt, mit ihrer Tochter, einemMädchen damals von etwa achtzehn Jahren, die Reise andie englischen Seen gemacht. Entzückt von der Schönheitvon Winandermere war sie, da sie eines der bequemstenLandhäuser auf seinen Ufern zum Vermiethen auSgesetztfand» den ganzen Winter über dort geblieben. Im Anfangdes Frühjahrs hatte eine ernstliche Krankheit die ältereDame befallen, und da sie sich nach langsamer Erholungnicht fähig fühlte, die Lustbarkeiten einer Londoner Sai-son mitzumachen, und vielleicht auch nicht ungencigt war, da sie selbst ihrer Zeit eine Schönheit gewesen denäebut ihrer Tochter noch um ein Jahr hinauszuschieben,hatte sie mit kurzen Unterbrechungen, wo sie abwesendwar, ihren Aufenthalt auf ein ganzes Jahr ausgedehnt.Ihr Gemahl, ein vielbeschäftigter Mann der Welt, mitvielfacher Thätigkeit kn London und schönen Gütern aufdem Lande, besuchte sie nur gelegentlich, und war froh,der stillen Schönheit von Landschaften bald wieder entflie-hen zu können, die ihm keine Renten einbrachten, unddaher in seinen Augen keinen Reiz hatten.

Im ersten Monat ihrer Ankunft in Winandermerehatten Mutter und Tochter eine folgenreiche Bekanntschaftin folgender Weise gemacht.

Eines Abends, als sie lustwandelten auf ihrem Nasen-platze, der sich gegen den See hinzog, hörten sie den Toneiner Flöte, die mit so ausgezeichneter Kunstfertigkeit ge-blasenwurde, daß sie sich, überrascht und bezaubert, an dasUser hingezogen fühlten. Der Musiker war ein junger