Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
41
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oder auch gelegentlich ein Anstrich von mürrischemund vornehmem Mißmuth, vielleicht eine Folgeseiner Kränklichkeit. Doch schien sein Leiden, dassich einigermaßen jenem qualvollen Uebel, demGesichtsschmcrz näherte, obgleich die Anfälle selt-ner, als sie-bei diesem Uebel gewöhnlich sind, sichcinstelltcn, nie auch nur einen Augenblick auf sei-ne Stimmung, wie diese scyn mochte, Einfluß zuhaben. Dicß Uebel wirkte unvermerkt; kein Mus-kel seines Angesichts schien sich zu verziehen; dasLächeln um seinen Mund verschwand nie, derWohllaut seiner Stimme wurde nie vom Schmerzgedämpft, und mitten unter den heftigsten Qua-len bcmeistcrte sein entschlossener und trotzigerGeist jedes äussere Anzeichen, und der aufmerk-samste Fremde hätte den Augenblick nicht bemerkt,da ihn sein Uebel befiel oder verließ. Es war andem Manne etwas Unergründliches. Man fühlte,daß man seinen Charakter auf Treu und Glaubenaber nicht aus eigner Kenntniß gelten ließ. Nacheiner Jahrelangen Bekanntschaft würde man überseine Tugenden und Fehler noch eben so sehr imDunkel geblieben seyn. Er veränderte sich oft,aber bei jeder Veränderung blieb er gleich uncr-sorschlich. Spielte er eine Reihe von Rollen durch,oder war cs der natürliche Wechsel in der eignenGcmürhsart, was man an ihm erblickte? ImGanzen mild, ruhig, aufmerksam, schmeichelhaftin geselligen Verhältnissen, war er im Parlament