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des Liebestrankes gib dem Mädchen eines Deinertödlichsten Gifte. Der Liebhaber möge seine Schwüreden Schatten darbringcn."
Die Here zitterte von Kopf zu Fuß.
„Verzeihung, Verzeihung, furchtbarer Meister/'sprach sie mit wankender Stimme, „aber so etwaswag' ich nicht; das Gesetz in diesen Städten iststreng und wachsam; man wird mich fassen undtödtcu."
„Wozu dann Deine Kräuter und Deine Tränke,eitle Saga?" fragte Arbaccs höhnisch.
Die Here bedeckte ihr grauenhaftes Gesicht mitden Händen.
„Ach! vor Jahren," sprach sie mit einer Stimme,die durch das mild Klagende darin von ihrem ge-wöhnlichen Ton ganz abwich, „war ich nicht dasWesen, das ich jetzt bin. — Ich liebte und glaubtemich geliebt."
„Und was hat Deine Liebe mit meinem Befehlzu thun, Here?" fragte Arbaccs gebieterisch.
„Geduld!" crwicdcrte sie, „ich flehe Dich,.Ge-duld! Ich liebte! Eine Andere, eine minder Schöneals ich — ja, bei der Nemesis, eine minder Schöne —lockte meinen Erkorenen von mir ab. Ich gehörtezu jenem dunkeln etruskischen Stamm, welcher derkundigste von allen in der schwärzcrn Magie war.Meine Mutter selbst war eine Saga; sie thciltc dieEntrüstung ihres Kindes; aus ihren Händen empfingich den Trank, der mir seine Liebe zurückführen