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Zehntes Kapitel.
Der H«rr des flammende» Gürtels und seine Die-nerin. — Das Schicksal schreibt seine Vorhersagung inrothen Buchstaben, aber Wer liest sie.
Arbaccs hatte nur auf das Aufhörcn des Stur-mes gewartet, um unter dem Mantel der Nacht dieSaga des Vesuvs zu suchen. Von denjenigen seinervertrauteren Sklaven getragen, deren er sich beijedem geheimen Unternehmen zu bedienen pflegte,lag er auf der Sänfte ausgestrcckt und sein san-guinisches Gemüth gab sich bereits dem Traum ge»flilltcr Rache und befriedigter Liebe hin. Auf einemso kurzen Weg bewegten sich die Sklaven nicht viellangsamer, als der gewöhnliche Schritt der Maul-thicrc, und bald langte Arbaccs am Eingang einesschmalen Fußpfades an, den die Liebenden unglück-licher Weise nicht entdeckt hatten. Dieser Weg führteam Rand des dichten RcbcnbauS hin gerade nachder Wohnung der Here. Der Egppter ließ die Sänftehalten, befahl seinen Leuten sich mit derselben unterdem Weinlanb vor den etwa Vorübcrkommcndcn ver-borgen zu halten, und stieg dann allein, die nochschwachen Schritte durch einen langen Stab gestützt,an dem öden, schroffen Abhang empor.
Kein Regentropfen fiel vom ruhigen Himmel;