Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

45

Eilftes Kapitel.

Die Begebenheiten schreiten vor. Das Gewebe istgewoben, aber das Netz gerath i» andere Hände.

Und so hast Du denn den Muth, Julia, dieHere des Vesuvs diesen Abend zu besuchen, undvollends in Gesellschaft dieses furchtbaren Mannes?"

Wie, Nhdia," crwicdertc Julia erschrocken,glaubst Du eS sei wirklich etwas dabei zu fürchten?Diese alten Heren mit ihren Zauberspicgeln, ihremgerüttelten Siebe und ihren im Mondschein gesam-melten Kräutern sind, denk ich, nur listige Betrü-gerinnen, die vielleicht nichts verstehen, als eben dieBereitung des Mittels, um defsentwillen ich mich anihre Kunst wende, ein Geheimniß, das sie wohl nurihrer Kenntniß der Kräuter und Gewächse des Feldesverdanken. Was hätt' ich also zu fürchten?"

Fürchtest Du Deinen Begleiter nicht?"

Den Arbaccs? bei der Diana! kein Liebhaberwar je so wohl gezogen als dieser Zauberer! undwär er nicht so schwarz, so würde er sogar hübschsein."

Trotz ihrer Blindheit besaß Nydia genug Scharf-sinn, um zu durchschauen, daß Julia's Gemüt- vonden Artigkeiten des Arbaccs keineswegs abgeschrecktwerden dürfte. Sie ricth ihr daher nicht länger ab.