höheren Geheimnisse des Mondes entheben den Herrndes Gürtels nicht von der Nothwcndigkeit, mituntermenschliche Wege zu einem menschlichen Ziel cinzu-schlagen. Höre mich also: Du bist, so viel ich weiß,in der Kunde der tödtlichen Kräuter tief erfahren;Du kennst diejenigen, welche das Leben anhaltcn,welche die Seele aus ihrer Veste durch glühendeVersendung treiben, oder die Kanäle des jungenBlutö zu jenem Eis cinstarrcn, das keine Sonnezu schmelzen vermag. Ucberschäße ich Deine Kunst?Sprich die Wahrheit."
„Mächtiger Hermes, dies ist wirklich meineWissenschaft. Wirf einen Blick auf diese geisterhaf-ten, leichenahnlichcn Züge; die Lcbcnsfarbcn sindihnen abgewelkt blos weil ich über den giftigenKräutern wache, die Tag und Nacht in jenem Kesselschmoren."
Bei diesen Worten rückte der Egppter weitervon einer so unheiligen oder so ungesunden Nachbar-schaft weg.
„Es ist gut," sprach er; „Du hast die Vor-schrift zu allem liefern Wissen gelernt, die da sagt:„Verachte den Leib um den Geist weise zu machen."Aber zu Deiner Aufgabe! Mit den Sternen der mor-gigen Nacht wird ein eitles Mädchen zu Dir kom-men, die Deine Kunst um einen Liebeszauber an-sprechen wird, um Augen, die nur zu den ihrigenreden sollten, von einer Andern abzuzichcn. Statt
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