Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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sollte, und von ihr auch das Gift für meine Neben-buhlerin. Zermalmt mich ihr grauen Felsen! meinezitternden Hände verwechselten das Getränk; wohlfiel mir mein Geliebter zu Füßen, aber todt, todt!Was ist seitdem das Leben für mich gewesen? Ichwurde plötzlich alt; ich weihte mich den Zauberkün-sten meines Volkes; seit jener Zeit verdamm ich michdurch einen unwiderstehlichen Antrieb zu furchtbarerStrafe; fort und fort such' ich die verderblichstenKräuter; fort und fort koch' ich das Gift; fort undfort stell' ich mir vor, ich gebe cs meiner verhaßtenNebenbuhlerin; fort und fort gieß ich es in das Ge-fäß; fort und fort glaub' ich, cs werde ihre Schön-heit zu Staub versengen; fort und fort wach' ichdann auf und sehe den zitternden Körper, die schäu-menden Lippen, die starren Augen meines Aulusseh' ihn ermordet, und durch mich!"

Die abgcmagcrte Gestalt der Here bebte unterheftigen Krämpfen.

Ucbcrrascht und fast verächtlich sah sic der Egyp-ter an.

Und dieses verwelkte Wesen hat noch mensch-liche Empfindungen," dachte er;noch immer kauertsie über der Asche desselben Feuers das den Arbaccsverzehrt; so sind wir Alle! gchcimnißvoll ist dasBand dieser sterblichen Leidenschaften, das den Größ-ten mit dem Geringsten verbindet."

Er gab keine Antwort bis Jene sich etwas er-holt hatte. Endlich saß sic, obwohl noch immer hin