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seines Herzens gut zu machen - - mit andern Worten:das kühle Nachdenken suchte ungeschehen zu machen, zuhintertrciben, was die Aufwallung des Herzens einge-geben. Obgleich so glücklich in seinen galanten Aben-teuern, hatte er es doch nicht bis zu der gewissenlosen Selbst-sucht des bloßen Lüstlings gebracht; und sein Betragengegen Frauen zeigte oft mehr die Schwachheit der tau-melnden, schwindelnden Jugend, als die kalte Ueberlegungdes sttten- und grundsatzlosen Mannes. So lag selbst inseinen schlimmsten Lastern ein falscher Schein von Liebens-würdigkeit, ein verführerischer Reiz, während in den ern-steren Angelegenheiten des Lebens die geistige Erregbar-keit seiner Natur nur dazu beitrug, seinen Tiefblick zuschärfen und seine Thatkraft zu stacheln; und Hastingshätte mit Einem seiner Zeitgenossen, einem Jtaliäncr,sagen können; „dadurch daß er steh dem Einfluß vonWeibern unterworfen, habe er die Beherrschung der Män-ner gelernt." Mit Einem Wort, seine geistige An-ziehungskraft und seine Herrscherfähigkeiten mag mandaraus beurtheilen: daß Lord Hastings der einzige Mannwar, welchen Richard III. als Herzog von Gloncester ge-liebt, * und der einzige Mann, den er gefürchtet zu habenscheint, nachdem er entschlossen war, sich zum König vonEngland zu machen. Hastings war allein in den ihm imTower angewiesenen Gemächern, als sein Page miteinem eigenthümlichen Lächeln ihm den Besuch eines jun-
* Sir Thomas Moore, in seinem Leben Edwards V. sprichtvon der „großen Liebe/' welche Richard zu Hasting» hatte.