27
Leuten als ich bin, Dir eine Belohnung von zwanzig gro-ßen Goldstücken zuzusicheru."
„Zwanzig!" — ein Schacht Goldes! ein TmoluS!"rief Adam in nicht zu bemeistcrndein Entzücken. „Zwan-zig! — Oh, treuer Freund, dann wird endlich mein Werkgeboren werden!"
„Aber höre mich weiter, Adam, denn ich will Dichnicht täuschen; der Besuch hat seine Gefahren! Du mußtzuerst erforschen, ob der Geist König Heinrichs, dennKönig ist er, wenn auch der Usurpator seine heiligeKroneträgt, klar und gesund ist. Du weißt, er ist finstern Ver-stimmungen , trüben Launen unterworfen, wo die mensch-liche Vernunft in ihm schlummert! und wenn er, wieseine Freunde hoffen, gesund und bei richtiger Einficht ist,wirst Du ihm gewisse Papiere übergeben, die Du, nach-dem seine Hand sie unterzeichnet, mir zurückbringen wirst.Wenn Dir dieß gelingt, so wisse, daß Du dem königlichenGeschlechts Lancaster vielleicht Pnrpur und Thron wiederschaffst; daß Du Fürsten und Grafen zu Gönnern undBeschützern Deines der Gelehrsamkeit gewidmeten Lebenshaben wirst — daß Dein Glück nnd Ruf dann gemachtfind! Aber schlägt es fehl — wirst Du entdeckt, so wisse,daß Edward von Bork nie schont. Dein Lohn wird dernächste Baum und der stärkste Strick seyn!"
„Robert!" sagte Adam, der diese Rede mit unge-wöhnlicher Aufmerksamkeit angehört hatte, „Du handelstoffen und gerade mit mir, wie der Mann mit dem Mannhandeln soll. Ich weiß wenig von listigen Planen und