Druckschrift 
3 (1843)
Entstehung
Seite
19
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1 !'

Sybille stand auf, und sittsam ihre Gestalt in denalten Mantel hüllend, der auf dem elenden Bett lag, gingsie in eine Ecke des Zimmers, öffnete einen Schrank,nahm daraus die Geldtasche und bot sie ihrem Vater hin.

Wenn cS Dir so gefällt, mein theurer und verehr-ter Herr und Vater, so sey es: und Gott lasse es in Dei-nen Händen gedeihen!"

Ehe Adam seine Krallen, den Geldbeutel ergreifend,schließen konnte, faßte ihn eine derbe Hand bei der Schul-ter, der Geldbeutel ward Sybillen aus der Hand gerissen,und die dürre, halbangekleidete Gestalt der alten Madgestellte sich zwilchen die Beiden.

Eh, Sir!" sagte sie in ihrem gellenden, schrillenTone,ich dachte gleich, als ich Eure Thüre aufgehenund Euch die Treppe hinabeilen hörte, Ihr wrrdct aufkeinen guten Wegen seyn. Pfui, Herr, pfui! Zch habeEuch angehangen, als Alle.Euch schmähten und geringachteten, und Hungern im Hanse und Schimpfwortedraußen all mein Loh» waren; denn ich Hiclt-Gnch immerfür einen guten und sanften Mann, obwohl nicht viel besserals ziemlich wahnsinnig. Aber, an weh! so Euer armesKind berauben sie dem Hunger und Kummer preis-geben! Wir alten Leute sind daran gewohnt. SchautEuch um schaut Euch um! ich erinnere mich noch, wiedieß Zimmer war, als Ihr zuerst Eurer Vaters Haus an-tratet. Heilige des Himmels! Hier stand das wackereBett, ganz rauschend von Scidedamast : an diesen Stein-Wänden hingen einst feine Tapeten von den Flamändern