Druckschrift 
Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
153
Einzelbild herunterladen
 

15Z

Schwingen schmerzloser Seligkeit aufsteigeu, Die,welche» unser Herz gehörte, um uns her; das Stre-ben unserer Sehnsuchr erfüllt; unsere Natur zurvollkommene» Erkemniß gereift; unsere Atmosphäreewige Liebe!"

Unter Gesprächen dieser Art neigt« sich derTag zum Schluß, und nie wird die Erinnerungdieses Abend» von mir schwinde»! Al» wir amFenster saßen, die Sonne durch die stille Sommer-lu>t ntedersank, die Bäume ruhien und doch so vollLebens waren, die Mükchen im Abendstral tanzten,die Vögel ihre Liede»lieber saugen und drunter hin-ein der Grashüpfer zirpte, war mirs alt wäre dieWelt um zwei Jahrtausende jünger, und als gehörteder Manu vor mir, welcher im Begriff stand, derErde Lebewvl zu sagen, nicht zu den Kindern diesermüden, dumpfen Zeit, sondern zu den Begeistertenjener Tag-, wo die Geheimnisse des Weltalls unddes künftigen Lebens für deo lokkendsten G»aenstaudmenschlicher Erkentnik galten, und die Sökue derWrirheit steibeud ihr« Seelen dem grosen Geist zn-hanchten, von welchem sie ein Theil waren, und denihr Glaube zum Beherrscher der Welt gemacht hatte.Dann ich bin überzeugt, daß die Meister der altenPhilosophie weder in ihrem Lebcu noch in ihrer Denk-weise von der Nachwelt gehörig gewürdiat wordensind. Sie besaßen mehr von der Kraft, Schönheit,Majestät und Begeisterung, welche die Ee»le aus-machen; fl« hatten mehr Geist und weniger Körper,als viele von den Mitralrägern, die den Erdenflnndes Heidenthums veripottet haben.

..Erinnern Sie sich." fragte A., „einer Ge-schichte in einer alten englischen Krvnik, wonach einVogel in dar Zimmer des König« fl»,, als Diesersich eben mit einem Weisen über dle Natur der SeeleBulwir's Romane. Xl-Vll»