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für sich selbst oft das stillste, abgemessenste Lebe«führen. Mit Erstaunen liest man, wie Kant, derden deutschen Geist in die dämmerigen Flammen desMystizismus *) sczte, von Tag zu Tag als das reineGeschöpf seiner Gewohnheiten lebte, und beinah einemUhrwerk glich, das in seiner ruhigen Regelmäßigkeitder blinden Menge einen Fingerzeig gibt, wie sie diekurze Spanne der Zeit in neue, wilde Träume ein-theilcn solle. So fast bei allen Philosophen und Diäp-tern! Welch wunderbarer Gegensaz zwischen derRuhe ihres Daseins und den stürmische» Wirkungen,,die von ihnen ausgingen! Dies bildet vielleicht, ohnedaß wir uns Dessen recht bewust werden, den grosenReiz für uns, wenn wir die stillen Hciligthümer be-suchen , von welchen die Orakel der Welt ausgingen-die Einsiedelei in Eunenonville, die Feste der Wart-burg , wo ein Rousseau seine nnsterblichen Fantastenauebildetc, wo in Luthers Seele sich das Licht ent-zündete, das noch jezt die Welt erleuchtet. WelcheBetrachtungen müssen die verwitternden Steine erre-gen, wenn wir der überstrvmenden Herzen ihrer altenBewohner gedenken!
*) B. scheint die deutsche Philosophie fast noch wenigerzu kennen, als die deutsche Geographie, welche tncenglischen Original in den gleich nachfolgende«Zeilen mit einer Festung (sortro5s1 Warten-dur g als Luthers Aufenthalt bereichert wirb.Der Uebersczzer.