Poesie, und Sie werden durch den Abstich von dem-selben ergriffen, von seiner Gröse erstaunt sein«Thomsons „Iahr»zeiten" schrumpfen zu einem bloseuHirtengedicht ein; Popes „Versuch über den Men-schen" wird französtrend und gekünstelt; selbst Words-wor-hs',,Spaziergang' bekomr etwas Kindisches undGeschwjzzigeS, sobald man ihn in Vergleichu'g mitder erhabenen, strengen Majestät de-- Nachtgedankenbringt.
Ein anderer Vorzug des Werkes, abgesehen vonseiner grosen Lehre, ist daß es tausend kleinere enthält«Man öfne es aufs Gerathewol, und seine Bemer-kungen, seine Gedanken, seine Welrkentniß köntendem grossen Weitling Unterricht geben. Wirklich istes seltsam , ans derselben Seite die Erhabenheit Mil-tons und die Schärfe La Brnyeres zu finden. Indieser Beziehung kenne ich ausser der Odyssee keinGedicht, welches dem genanten den Vorzug strittigmachte. Welche reiche Fülle einzelner Schönheiten'!Die Gleichnisse und die Anmnth des Ausdrnks, dieüberall durch das Werk bin zerstreut ist, zeigen denganzen Schaz der niedrigem Erfindungskraft. Wieschön, der dlosen Sprache nach, die Anrede an dieBlumen:
„Gekrönte Villen, und du buntes Volk
Das wohnt im Feld und lebt der Götter lieben."
Wie finnig das kurze Gleichniß:
— — — gleich unfern Schatten
Wächst unser Wunsch, wenn unsre Sonne sinkt."