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der auf Reisen geht: — wenden Sie den Gedankenum, wie Sie wollen, zulezt läuft er, nüchtern undschlicht betrachtet, immer auf Dies hinaus. Aberdiesen dürftigen, abgedroschenen Stoff hat der Dich-ter in ein so prächtiges Gewand gekleidet und miteiner so reichen Verschwendung von Edelsteinen ge-schränkt, daß jener Umstand für das Vergnügen undInteresse des Lesers von geringem Belang wird.Beurtheilen wir ihn jedoch als ein grsses Gedicht,so dürfe» mir nicht vergessen, daß er gerade in demfür ein solches Gedicht wichtigsten Theil mangelhaftbleibt. Dagegen ist die Anlage der Nachtgedaukenfür ein didaktisches Poem unaussprechlich gros.Ein bejahrter, verwaister Traurender steht alleinneben den Tvdten, das Grab seine Aussicht, dieNacht seine Dekke, und Zeit, Tod, Ewigkeit, diedunkelsten und erhabensten Gegenstände der Meuschen-hofnung und des Menschengeistes bilden den einzigenStoff seiner Betrachtungen. An solchem Ort, zusolcher Stunde, sein Lied mit einer seinem Ziel ent-sprechenden Hohheit beginnend, beschwört er:
„Stille und Finsterniß, erhabnes ZwillingpaarDer alten Nacht, das des Gedankens KnospeAufreist zn Geist, und baut auf Geist Entschluß.Die Säule echter Majestät im Menschen!
Komm mir zu Hüls! ich danke dir im Grab,
Im Grabe, deinem Reich — — —
Dem Strom seiner dunkeln Begeisterung folgendlast er sofort, im Angesicht der Sterne und über