vag und unbestin,t. Wie bei vielen unserer Dichtersind seine Verdienste aurrkant, aber sein Rangunentschieden. Sollen wir ihn über Pope stellen?Popes Bewunderer würden über eine solche Anma-ßung nicht wenig losfah:en. Unter Goldsmith?Wenige werden das „verlassene Dorf" für ein grö-scres Gedicht amprcchen, als die „Nachtgedanken."Wohin gehört Uonng also? Ich gestehe, daß ichgeneigt di», ihm eine sehr hohe Stufe anzuwcisen;gerade heraus: ich betrachte die Nachtgedanken gernals das schönste didaktische Gedicht in englischerSprache. Den höchsten Rang in der Poesie gestehenwir Alle dem Epos und dem Drama zu. Ob un-mittelbar nach diesen die lyrische oder die didaktischeDichtungsart kommen sell, wüste ich in der Thatnicht zu entscheiden; gewiß aber weiß ich, daß inEngland der didaktischen der Vorrang gebürt.Keiner unserer Lyriker ist unser» grosen didaktischenDichtern gleich gekommen, ja die Sphäre des Lyri-schen erhebt sich bei uns überhaupt selten über dasilos Anmuthige oder Niedliche. Doch darf man dabeinicht vergessen, daß oft ein groser Unterschied zwischendem Rang des Dichters und demjenigen des Gedichtsstattfindet; viele Werke von groser Treflichkeit könnenhöhere Ehre cinbringen, als ein vereinzeltes Werkvon der grösten Treflichkeit. Voltaire und Scottverdanken ihren Ruhm nicht nur der Qualität,sondern auch der Quantität ihrer Erzeugnisse. Aufden Verfasser des Waverley lassen sich füglich die
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