Druckschrift 
Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
136
Einzelbild herunterladen
 

hergehvlt in seinen Gleichnissen, zu wizzelnd undübertrieben sei. Obne Zweifel ist er Dies; aber,wie der Mann in jenem Lustspiel ausruft:80 eingro>e« Genie kann doch nie was sagen wie andreLeute!" Und gewiß «st bemerkenrwerkh, daß inder ganzen moderne» Literatur es aeradedte erhabensten Geister sind, welche diezahlreichsten Beispiele von Uebertrei-bung vnd grotesker Wizzelei liefern. Wiesehr dieselben unter den Italienern vorhekrscheu,wissen wir Alle. Aber auch die kalte Gemessenheitder französtschen Tragödie schiltst sie nicht au«, uudCorneille, noch jezr der über alle Vergleichung grösttfranzößsche Dichter, liebt auch die Ueberrreibnngenam meisten:

dln plus stouce espersoce est äo perstre I'espoir."ist eine unter Tausenden. Tad<ln wir also Uaungwegen seiner Mangels an richtigem Geschmak, sotadeln wir ihn wegen keines ihm eigeuthümliche»Fehlers, srndern wegen eines Mangels, den diegissten Drchter der modernen Zeit in solchem Gradwir ihm theilen, daß diese» Gebrechen beinah einnoihwendiger Bestaudlheil ihres Genies zu sein scheint.Und eudlich bin ich nicht gewiß ob ste oder wir, dieKritiker, Unrecht haben. Hätte man Milton oderNaung ern Dcrze chmß seiner Wirzeleien überreicht,si« würden wol gar Manches zu ihrer Verlheidigungvorzubringen grwust haben.