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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
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scharfer Stich in der Brust» der mit einer vorüber-gehenden Bewustlvflgkeit endigte. Die Sache be-unruhigte mich eia wenig, doch dachte ich frischeLuft würde mich Herstellen. Ich ging aus und er-stieg einen kleinen Hügel hinter der Wohnung. Dameine Aufmerksamkeit jezt auf mich selbst gerichtetwar, so wachte ich nicht ohne Schrekken die Bemer-kung, daß mein Athcm so schwer ging, daß ich beimAnfsteigeu einigemal anhalreu mutte. Ein leiser,kurzer Husten, den ich früher nicht beachtet, schienmir jezt eine Mahnung, der ich nachzukommen hätte.Als ich an jenem Abend seit mehreren Wochen zumerstenmal mit etwas gröserer Genauigkeit in denSpiegel sah, bemerkte ich daß meine Betrachtungendurch den Wechsel in meinem Aeusseru bekräftigtwurden. Meine Wange« waren eingefallen undmitten in ihrer Bläffe entdeckte ich jenen hektischenFlek, dessen Zeichen nie trügt. Ich sah daß meineTage gezält waren, und legte mich mit dem Ent-schluß zu Bett, mich auf den Tod vorzubereiten.Als ich am folgenden Morgen beim Ueberblik meinerzerstreuten Papiere die groseo Entwürfe, die ich au-gefaugen, vor mir schaute und mich der laugen, tiefenAnsprache all meiner Geiste«fähigkeiten erinnerte,welche dlos dieser Anfang erfodert hatte, ward ichvon einer Art Verzweiflung ergriffen. Offenbarkoute ich etwas Groses jezt nicht mehr unternehmen,und Kleinigkeiten — sollten diese den Geist Dessenbeschäftigen, der bereits das Grab im Aug hatte?