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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
96
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nicht erfunden, doch unter die Menge gebracht hat,wonach Tugend die Gewohnheit ist, unsere Hand-lungen auf das allgemeine Beste zu ria,re»; L>ebezur Tugend ist nur der Wunsch nach allgemeinemGlük; tugendhafte Handlungen sind solche, welche zudiesem allgemeinen Glük beitragen. In die er klarenund schönen Definition lösen sich alle Widersprüche;«ine Handlung kann in dem einen Land gelobt, i»dem andern verdamt weiden, aber jene Erklärungbleibt stets richtig. Was iu China zum allgemeine»Besten dient, dient vielleicht auf den Hebriden nichtdazu; so lauge wir jedoch das allgemeine Wol be-zwekken, sind unsere Milchten, wir mögen unsbefinden wo wir wollen, immer tugendtzaft. DieserErklärung des Ziels der Tugend hat denn auch Ben-tham seine Definition des Ziels eines Staates ent-nommen. Beide beabsichtigen das allgemeine Wol,oder, breiter ansgedrükt, das giöste Glük der «lös-ten Zahl. Es ist ein betrachtnngwerlhcr Umstand,daß das Ziel der Tugend und das Ziel einer gutenStaatsverwaltung nur ans dieselbe Weise erklärtwerde» können.

Die Beschäftigung mit Helvetius führte michnicht unmittelbar auf neue Studien, aber sie gabmeinem bisherigen Wissen eine solidere Richtung.Bisher war ich, wie schon gesagt, abstrakten Spe-kulationen ergeben gewesen, die jedoch von ziemlichwildem, unwi kiichem Schlag waren. Iezt sucht«ich mein« Philosophie auf der Grundlage des gemeinen