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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
95
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mit grosein Flcis gesammelt, und ich selbst mit derleichter» Muhe einiger Geldallslagen durch neuereWerke vermehrt hatte.

Der erste Zweig der Wissenschaft, dem ich meitleForschungen zuwandte, war die praktische Philo-sophie, und das erste Buch, das ich ergriff, warHelrenus. Ich kenne keine für einen jungen Denkerso bezaubernde Schrift, als den viscoor, ste I'Lspeir.Die Mannigfaltigkeit, die Fülle von Anekdoten, dieNachweisungen, die anmuthige Kritik, die feierlich«Beschwörung der Gefühle, die glänzenden Pointen,welche das Buch bezeichnen und ihm nicht nur alsAbhandlung, sondern auch als Kunstwerk so vielAnziehendes verleihen, reichen hin diesen Schrift-steller gar Manchen erfreulich machen, die sein Systemals Ganzes misdeuteu und unfähig sind den tiefenVerstand in den einzelnen Theilcn zu benrtheilen.

Sein Hauptirrlhnm besteht in der Annahme,als würden alle Menschen mit gleichen Fähigkeitengeboren; in der Znrükführung der Karakter - undGeistesverschiedenheiten auf die dlose Erziehung.Gleichwol war dieser Lehrsaz wolthätig, denn derdurch denselben hervorgerufene Streit nvthigte dieMenschen zur Prüfung und zum Eingeständnis;der Wunder, welche die Erziehung allerdings hervorzu rufen vermag. Zunächst jedoch interesstrte mich,ob Heloetius dem rärhselhaften Wort Tugend einerichtig« Deutung gegeben habe. Er list der Erste,welcher die grose, befriedigende Erklärung, wenn