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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
94
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hat, so that cs mir Gutes. Ich lebte meinen Som-mertag, lackte, liebte und tändelte mit dem grosenHansen. Zwar waren die Zwekke, denen ich nach-strebte, kleinlich, aber nur irgend einen Zwek zuhaben, hieß mich wieder mit dem Leben aussöhncn.So verfloß die londner Saison; der Sommer inseiner später«, Fülle kam über uns herein. Ichempfand nicht mehr Trauer, wol aber Ueberdruß.Die Ehrbegierde dämmerte, seit ich in der Weltlebte, wieder in mir auf. Im Hinblik auf die Aus-zeichnung, welche die Mittelmäßigkeit erlangt hatte,sagte ich: „Warum mich damit begnügen gegen denAnspruch zu satiriflrcn? warum nicht gegen solchenAnspruchmachenden kämpfen?" Kurz, ich dürstetewieder nach Kentnissen und strebte nach der Machtdie sie verleihen. Und damit begint die eigentlicheGeschichte des Gelehrten.

Descartes bemerkt, zur wahren Förderung desGeistes müsse man nicht sowol lernen, als beobachten.Dieses Wort spricht den Nuzzen der Einsamkeit ans.Es gibt Augenblikke, wo das Studium besondersangenehm für uns ist, aber zu keiner Zeit werdenwir so zuverlässigen Dortheil davon ziehen, als wennwir aus dem Geräusch und Gewühl der Welt unswieder verscknaufen, — wenn wir der Welt über-drüssig geworden sind. So zog ich mich denn inmein altes, eine Tagreise von London, in reizenderUmgebung gelegenes Landhaus zurük, wo mir eineBibliothek zu Gebot stand, die einer meiner Vorfahren