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mein geliebter, theurer Eduard, laß mich zurükkehren!Etwas in meinem Herzen sagt mir, Du habest nichtvergessen, daß wir einst die Welt für einander ge-wesen, und Du werdest es selbst durch alle Wechselund Herrlichkeiten eines Manneslebens hindurch nichtvergessen. Wol richtig» Eduard, daß ich ein armes,freundloses, nicht zum Besten erzogenes Mädchen, uudallerdings Deiner Bestimmung nicht würdig war, aberdamals dachtest Du nicht so, und nachdem Du michverloren hast, liegt mir ein trauriger aber wirklicherTrost in dem Gefühl, daß ein solcher Gedanke niein Dich kommen kann. Deine Erinnerung wird michmit tausend Reizen und Grazien überkleiden, dieich nicht besaß, und Alles was Du Dir von mirzurükrufst, wird mit den frischesten, gräflichsten Bil-dern aus jener Zeit verwachsen sein, wo Du michznm erstenmal sahst. Dieser Gedanke, geliebterEduard, versüst mir den Tod und tröstet mich bis-weilen über Das, was nicht mehr ist. Hütten wir«in anderes Los gehabt — wären wir vereinigt wor-den und Du hättest Deine Liebe zu mir überlebt(was ja gewiß geschehen muste!) so wäre meinSchiksal noch dunkler gewesen als es jezt ist. Ichweiß nicht wie es komt, — vielleicht von meinemherannahendeu Tod — aber mir ist's als wäre ichalt geworden, und hätte ein Recht Deine Beratheriuund Warnerin zu sein. Verzeih mir also, wenn ichDich beschwöre ernstlich und inuig an dir groseoZwekke des Lebens zu denken; druke an sie wir EinerBalrxerS Romane. XL.V1I. 7