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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
90
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der «ine ferne Heimat gewinnen möchte, und aufkeinen falschen Weg geratheu will. O wüstest Du,welch heilige, schaudernde Freude bei dem Glauben,bei der Gewisheit über mich kamt, daß wir unsendlich wieder, und für immer, finden werden! Wirddiese Hofimng nicht auch Dich beseelen und Dichsicher durch die Gefahren und Uebcl dieser schlingeu-volleu Welt führen?

Möge Gott Dich segnen und über Dir wachen —mög' er Dich trösten und erfreuen und Dein Herzzu ihm erheben! Wenn Du Liese Worte erhältst,bin ich bereits nicht mehr, und meine Liebe, meineSorge für Dich sind, ich hoffe und fühle es, ewiggeworden. Lebe wol. L. M."

Der Brief war aus dem Dorf datirt, durchwelches ich vor so kurzer Zeit gekommen; dorlhinbegab ich mich noch in derselben Nacht: - — Luciewar den Tag zuvor begraben worden! Ich stand aufeinem grünen Aufwurf, und wenige, wenige Schritteunter mir, geschieben durch ein ärmliches StükchenStaub, verweste das Herz, das mich so treu und heisgeliebt hatte!

O Gott! welche Veränderung in dieser mannig-fachen, lebeuschwellenden Erde kann ein einziger TodHervorrufen! Himmel, Sonne, Luft, die murmelndenWasser, die begeisternden Berghohen, der flüsternde,glänzende Wald,

„Das Licht im Gras, der Stralenblik de» Blume«"übt all Dies einen ewigen Zauber über uns? Ist