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und trüb, und doch wie getreu sind die Farben inwelche sich die Erinnerung taucht! Wenn ich au jeneZeit denke, so schrekke ich zusammen und frage mich,ob sie wirklich vorhanden war, oder ich vielleicht dasGanze nur träumte und mit der Lebhaftigkeit desTraumes cs für Wirklichkeit nahm! Manche andereAbschnitte meines Lebens waren romantisch, undmanchen drvkte sogar das Herz seine Farbe auf; aberjener kurze Zeitkheil meines Daseins steht ganz ge.trent von deu ander» — scheint keinen Zusammen-hang mit irgend etwas zu haben, was ich sonst ge-fühlt oder gethan — ein wunderbarer Hinüberflug ineine ideale Welt, die in der Wirklichkeit kein Wesenuud kein Gegenbild hat.
Eines Abends wollten wir an einem abgeschiede.neu, einsamen Ort am Bach zusammen komme«, dergewöhnlichen Stelle unserer Rendez-Dous. Ichwartete lauge über die verabredete Zeit hinaus undwollte mich eben traurig wieder entfernen, als Lncieerschien. Beim Näherkommeu bemerkte ich Thräncnauf ihrem Gesicht, und eine Weile vermochte sievor Weine« nicht zu sprechen. Endlich erfuhr ich,ihr B.ater sei-nach lauger Abwesenheit eben zurükgekehrt und habe seine Absicht angekündigt, daß siemit ihm ihren gegenwärtigen Aufenthalt sogleichverlasse und sich uach einem entfernten Theil desLandes, vielleicht gar ausser Lands begebe.
Dieser so wahrscheinliche, so gewiß bevorstehendeFall einer Trennung war uns bis jezt noch nicht z»Vulwer'S Romaue. XOVU. 6