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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
74
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Sinn gekommen I Wir hatten im Thale der Seligengelebt und nichts von den fremden, wüsten Landengewust, die sich jenseits unserer Berg« hinzogen lDie Nachricht versezte mich in dnmpfe Fühllosigkeit.Mehrere Minuten lang sprach ich nichts, machtekeinen Versuch sie zu trösten. Endlich sezten wiruns unter einen alten Baum, und Lucie war dieErste die das Wort nahm. Ob sie schön gewesen odernicht, kann ich nicht sagen, und eben so wenig willich versuchen, sie zu beschreibe», denn meiner Em«pfindnng nach würde eben so viel Apathie und Dürredes Herzens dazu gehören, um bei diesem Gesichtund dieser Gestalt, die jezt Staub sind, zu ver«weilen, als die eben genanten Eigenschaften bei einemjungen Gatten, der vor dem Verfliegen des erstenWounerausches zum Witwer wurde, vorherrschenmüsten, wollte er jeden Zoll und Gegenstand inseiner Brautkammer Strich für Strich beschreiben.Wenn ich jedoch ihre äußerlichen Reize ganz beiseitelasse, so muß ich doch bemerken, daß etwas in Lu-ciens süßer, freundlicher Stimme lag, was michselbst für die häßlichste Gestalt mit Liebe er-füllt haben würde; und als sie jezt, sich selbst gauzvergessend, nur an Trost und Hofuuug für michdachte, schien meine Liebe zu ihr zu wachsen und sichanszuweitrn, und es blieb kein Gedanke, keine Em-pfindung in mir zurük, welche dieses Gefühl nichtdurchdrungen und gefärbt hätte. Vs ist eine wunder-liche Erscheinung in de» Geschichte des menschliche»