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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
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dachten und in der Gegenwart fühlten; — wenn »ir,die Hände verschlungen, da saßen, rmd zulezt, kühnerwerdend in der stillen, ruhigen Einsamkeit einesSommerabends, unser« ersten Kuß tauschten, ließenwir uns nicht' träumen, daß die Welt verdamme,was uns ss natürlich schien; und, im eigenen Herzender Unmöglichkeit eines Wechsels Lewnst, kümmertenwir uns eben so wenig, ob dieser süße, geheimnisvolle-Zustand unseres Daseins immer dauern werde!

Lucie war das einzig« Kind ihrer Eltern; ihrWater war ein Mann von sehr üblem Nus. EinWüstling, ein Spieler, an Glük, Hofuung undEhre gleich zerrüttet, blieb er dennoch ihr einzigerVormund und Beschnzzer. Das Dorf worin wirBeide wohnten, lag in der Nähe von London; HerrD. besaß dort ein kleines Landhaus, wo er seineTochter und seine dürftige Einrichtung oft Tage, jaganze Wochen lang allein ließ, während er sich inundkkanien Orten mit zweideutigen Spekulationen,ohne besiimten Lebeusbernf umher trieb. Lucte'sMutter war schon vor längerer Zeit aus Gram ge-storben — (ein Schiksal, das später auch ihre Tochtertreffen sollte) — so daß Las arme Mädchen im buch-stäblichen Sinn keinen andern Freund oder Berather,als die eigene Unschuld hatte, und ach! die Unschuldist nnr eine arme Stellvertrcterin der Erfahrung.Die Dame, in deren Gesellschaft ich sie zum erstenMale getroffen, hatte ihre Mutter gekarrt und fühlteMitleid mit dem Kind. Sie besuchte sie häufig und