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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
64
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St

gesezt, winkte mir ebenfalls hinein, warf mir einenstrengen, verächtlichen Blrk zu, drehte sich auf demAbsaz nm, verließ das Stübchen, schloß die Thürab, nnd ich war allein. Gegen Nacht kamen dieMägde und machten mir ein Bett auf einem kleinenschwarzen Roßhaarsopha. Damit wurde ich der Rtcheüberlassen. Endlich kam der Morgen. Mein Früh-stnk wurde mir mit geheimnisvollem Schwelgen ge-bracht. Da todte Einförmigkeit meines Arrestes fingmir an lästig zu werden. Sorgfältig sah ich michim ganzen Zimmerchen nach einem Buch nm undfand endlich einet hinter einem rothen Thcebrett.Es war — ich erinnere mich noch wol — Beloes„Sechzigjähriger." Nie Hab' ich später wieder indar Buch gesehen, damals aber machte es einenbedeutenden Eindruk auf mich — einen dumpfen,schwermüthigen Eindruk, wie ein regnigter, rieseli-ger Tag; eine stagnirende Stille, eine schwere Ruheschien mir in diesen Denkwürdigkeiten zu liegen,und ich wurde ganz niedergeschlagen von der Vor-stellung eines Menschen, der die Geschichte eines inkeinem Augenblik genossenen Lebens schrieb und demgar kein Gedanke kam, als sei es in irgend einerBeziehung nicht genossen worden. Höchst wahr-scheinlich war dieser Eindruk nicht der richtige, undläse ich das Buch jezt wieder, so würde es vermuth-lich ganz andere Empfindungen Hervorrufen. Damalsaber sagte ich, wie ich mich noch wol entllnne, beieiner gewissen Stelle mit grosem Nachdruk: „Nun