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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
59
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LS

Ais ich etwa strben Jahre alt war, wurde ichin die Schule geschikt, uud blieb dort bis ich zwölfJahre zälte uud Ovid's Briefe äbersezzen konte.Daun wurde ich iu eine auderc, meinem vorgerüktenAlter und Wissen entsprechendere Anstalt verpflanzt.Ich begab mich dorthin mit einem bemerkenswertheilEntschluß, der iu seinen Folgen einen starken Einflußauf die Ausbildung meines Karakters übte. In derfrüheren Schule war ich so oft und auf eine so bittereWeise das Opfer der übrrmüthigru Wildheit derälteren Knaben gewesen, daß ich innerlich gelobte,sobald mein Alter und meine Gröse eine Vrrtheidi-gnug möglich machen würden, die Gesezze der Ehreschon als Knabe in Anspruch zu nehmen und keinenSchlag ruhig einzustekken. Als ich daher die neueSchule bezogen, und das Alter von zwölf Jahrenerreicht halte, sah ich in meiner Fautaste den Zeit- "punkt des Widerstands und der Befreiung, nachdenen ich mich so lange gesehnt, herangekvmmeu.Drei Lage nach meiner Ankunft wurde ich auf dieProbe gesezt; ein Junge, zweimal so gros als ich,schlug mich ich gab den Schlag zurük wirkämpften und ich ward destegt» aber er schlug michnie wieder. Meine Vcrhaltungsregel war vortrcflich,sobald ein Knabe körperlichen Muth besaß; dennmit Einer tüchltgeu Tracht Schläge entgeht mauwenigstens zwanzig geringeren, nicht zu rechnen un-zälige Nekkereieu uud Qualen. Kein Knabe lästsich gern mit einem bedeutend Kleinern in «ine»

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