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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
58
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welche» die Braue sich nie zürnend zusammen zog lWie hell erinnere ich mich auch noch des Lesebuchsund der Grammatik, und (als ich älter wurde) deswunderlichen BaudeS aus Plutarch's Lebensbeschrei-bungen, das zu meinem Nuzzen und Frommen stetsaus dem alten, schwarzen Tisch nrbeu ihrem Stuhllag. Und noch besser als Lesebuch und Grammatik,und selbst als das Leben des Kajus Marius, mitjenem grose», furchtbaren Aahaltpunkt für das Ge-dächtnis den Plntarch so schön erzält hat, nach welchemder abgeschikte Mörder in den Zufluchtsort des gro enRömers trat, und durch das dämmerige, feierlicheZwielicht das Auge seines beabsichtigten Opfers ihmentgegen leuchten sah, während ein« Stimme ihnancief:Willst Du den Kajus Marius tödten?"worauf dann der wilde Gallier das Schwert fallenließ und entfloh: Besser, sag' ich, als Lesebuchund Grammatik und diese schönen Geschichte» ausder alten Zeit waren einige Hausregeln, womit diegute Tante Abwechslung in die Lektüre zu bringenpflegte. Nie eine Lüge zu sagen, nie eine niedrigeHandlung zu begehen» nie einen Freund zu verlassenund nie einen Feind zu verlästern: Dies waren dieanererbtrn Grundsäzze ihres Stammes, und diesePrägte sie meinem Gemüthe als etwas ein, das,recht im Gedächtniß behalten, selbst die Sunde einachlsttbiges Wort nicht rasch weglesen zu können,wieder gut mache.