Druckschrift 
Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
26
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Fi.ho-tis zartfühlendes, hochgesinles Gemüth über-ließ sich einer düster« Niedergeschlagenheit. Mis-verstanden, verleumdet, verlästert und im Gefühl,daß er nur aus Eitelkeit geliebt werde, daß er mitseiucu Feinden allein in der Welt stehe, ward er dieBeute des Menschenhasses und ewiger Argwohn nagtean seiner Brust. Er mistraure dem Lächeln derAndern. Die Gesichter der Menschen schienen ihmwie Larven; überall sah er die Gegenwart desTrugs. Und doch hatten diese Gefühle nicht zuseinem früheren Karakter gehört, der von Naturoffen, freudig und zutraulich war. Lag ein Unglükin der Veränderung? Möglich; aber es war dieFolge der Berühmtheit!

Um diese Zeit fing Fi-ho-ti überdies au dieFolgen der strengen Studien zu fühlen, denen ersich unterzogen; seine Gesundheit ließ nach; seineNerven waren erschüttert; er befand sich in jenerschreklichen Umwälzung, wo der Geist dieserrachsüchtige Arbeiter seinen Unmuth an dem ge-schwächten Aufseher, dem Körper, ausläst. Ecwandelte nur noch als das Gespenst seines früherenSelbsts umher.

Eines Tages stand er nachdenklich an einem derBäche, welche die öffentlichen Gärten von Pekindurchschneiden, und murmelte im Hinblik auf dasWasser seine bitter« Träumereien aus.Ach,"dachte er,warum war ich je des Glükkes über-drüssig? ich war jung, reich, heiter, das Leben